|
Schweizerische DYAS - Klassenvereinigung |
|
|
Internationale Deutsche Meisterschaft beim SG Scharmützelsee 24. – 28. August 2008
Am Donnerstag, 21. August um 01:00 Uhr starteten Elisabeth und ich zur diesjährigen Deutschen. Nach einer staulosen Fahrt über Memmingen – Würzburg – Suhl – Erfurt – Berliner-Ring erreichten wir am Nachmittag unser Ziel in Bad Saarow. Boot beim SSVaW abstellen, Wohnung beziehen, einkaufen und das Nachtessen im Clubhaus der SG Scharmützelsee geniessen, waren die weiteren Tagesaktivitäten bis wir die wohlverdiente Ruhe fanden.
Freitag, 22.8.2008 Für diesen Tag hatten wir einen Besuch im Spreewald vorgesehen. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt durch Wälder, Allee-Strassen und Dörfer erreichten wir unseren Ausgangsort für die Kahnfahrt in Lübbenau. Dort wurde uns eine Fahrt nach Lehde vorgeschlagen. Es war ein Eintauchen in eine spezielle Welt. Man fuhr auf Wasser durch den Wald, es war wie in einem Tunnel aus Bäumen. Leider störten die schon gar alten Witze des Fährmannes den Genuss des stillen Gleitens durch die Natur.
Als Kontrastprogramm für den Nachmittag wählten wir südlich von Cottbus den Blick in den Braunkohletagebau von Welzow. Nach grüner Natur sahen wir hier ein Riesenloch mit einer Mondlandschaft. Aus weiter Ferne beobachteten wir, wie die riesigen Maschinen nach der begehrten Braunkohle gruben. Welch ein Unterschied zur Ruhe im Spreewald.
Samstag, 23.8.2008 Dreizehn Crews nutzten die Gelegenheit, beim Nachbar-Club SSVaW die eintägige Regatta zu segeln. Doch die Windverhältnisse behagten nicht allen, so dass schlussendlich nur fünf Teilnehmer alle drei Wettfahrten beendeten.
Auszug aus der Rangliste:
Sonntag, 24.8.2008 Bei regnerischem Wetter herrschte reger Betrieb auf dem Gelände der SG Scharmützelsee. Die Boote wurden mittels einem Rollwagen eingewassert und der für Deutsche Meisterschaften übliche Vermessungs-Parcours absolviert. Neue Segel wurden zum Teil nachgemessen, alte meistens nur gestempelt, Messmarken und Ausrüstung bei den Booten geprüft sowie auch dieses Mal einzelne Spi-Bäume mit der Säge gekürzt.
Um 19:00 traf man sich im Festzelt zur Eröffnung dieser Meisterschaft. Nach den üblichen, aber erfreulich kurzen Reden, spielte eine Jazzband auf und wir Teilnehmer durften uns an das reichhaltige und sehr schmackhafte Büffet halten.
Montag, 25.8.2008 Bis sich die Windverhältnisse (bedeckt, Südwind, 2 – 3 Bft.) einigermassen einpendelten dauerte es bis halb eins. Um 12:40 erfolgte der Start zur ersten Wettfahrt. Trotz vermeintlichem Frühstart konnten wir (SUI 273) den Lauf als Zweite beenden. Dass die Verhältnisse aber alles andere als einfach waren, zeigte sich nach der Meisterschaft. 13 Mannschaften fuhren am ersten Lauf einen ihrer Streicher.
Die folgende Wettfahrt verlief ähnlich. Drei Crews hatten am Abend noch kein gültiges Resultat, sondern nur 2 Streichresultate vorzuweisen. Dass dies aber kein Unglück sein musste, zeigten Detlef Schweitzer und Norbert Schmidt, die trotz dieses Handicaps Vizemeister wurden.
Die heutigen Sieger: 1.
Wettfahrt: GER 1383 Michael Schmohl / Ralph Ostertag
Der Abend war für die Versammlung der Deutschen DYAS-Klassenvereinigung reserviert.
Dienstag, 26.8.2008 Wie vorausgesagt hat sich das Wetter etwas gebessert. Der Wind kam nun aus Westen und war auch etwas stärker, 2 – 4 Bft. Nach vier Wettfahrten ohne Streicher konnten wir uns an die Spitze der Ergebnisliste setzen.
Die heutigen Sieger: 3.
Wettfahrt: GER 1383 Michael Schmohl / Ralph Ostertag
Nach den Wettfahrten wurden wir mit einem Bus zum Golfplatz des Arosa SPA Resort gebracht. Nach kurzer und humorvoller Einführung eines schottischen Golflehrers durften wir auf der Driving Range und beim Putten die ersten "Gehversuche" machen. Die Aussagen des Golflehrers betreffend des Golfsportes bestätigten sich auch bei mir. Nach einem Superschlag auf knapp 100 m, kam dann das Gegenteil. Diesmal flog das Rasenstück weiter als der Golfball. Ich glaube, ich werde meine Gartentätigkeit auch in Zukunft eher mit Hacke und Schaufel und weniger mit dem Golfschläger ausführen. Auch beim Putten waren meine Erfolge sehr rar. Eher wurde der Ball am Lochrand abgelenkt, anstatt ins Loch zu fallen. Da sind meine Erfolgschancen beim Segeln doch etwas besser.
Zur Stärkung verschoben wir uns zum nahen Seeufer wo wir durch die Yacht – Akademie Axel Schmidt mit Freibier und Grillwürsten gestärkt wurden. Golfsüchtige konnten auch hier ihr Glück versuchen. Der Ball musste in einem im Wasser verankertem Kajak so versenkt werden, dass er im Boot verblieb.
Mittwoch, 27.8.2008 Der heutige Tag brachte richtig verzwackte Verhältnisse. Das Wetter zeigte sich zwar schön, der Wind war sogar noch etwas stärker (Bft. 3 – 4), aber die Dreher waren extrem. Besonders die letzte Wettfahrt des Tages machte uns von der SUI 273 sehr viel Mühe. Einige falsche Schläge und nicht fehlerfreies Ausnützen der Winddreher, schon hatten wir den 12. Platz in der Tasche.
Die heutigen Sieger: 5.
Wettfahrt: GER 1379 Heinz Gandlgruber / Martin Mehnert
Am Abend fand der Seglerball im Theater am See statt. Im Gegensatz zu früheren Anlässen konnte jeder sein Menü selbst zusammenstellen. Eine etwas laute Country Band spielte zum Tanz auf. Elisabeth und ich hatten einen gemütlichen Abend mit interessanten Gesprächen mit Berlinern, die uns gute Tipps für den Besuch der Stadt und deren Umgebung gaben. Von der Seglerei war ich so müde, dass ich froh war, mit Christiane und Thomas früher zurückzufahren.
Donnerstag, 28.8.2008 Bei bedecktem Himmel und leichtem Regen wurden wir zur letzen Wettfahrt geschleppt. Die neuen Deutschen Meister Michael Schmohl und Ralph Ostertag konnten am Land bleiben, da niemand ihren ersten Platz gefährden konnten. Die weiteren Podestplätze waren noch nicht entschieden. Mit einem Sieg und einigen Plätzen vor der GER 1366 hätten wir von der SUI 273 noch einen Platz gewinnen können. Doch es kam anders. Schon kurz nach dem Start lagen GER 1366 und SUI 273 so nahe beisammen, dass der andere "Schweizer", nämlich Detlef Schweitzer seinen zweiten Platz behaupten konnte.
Die heutigen Sieger: 8. Wettfahrt: GER 1430 Manfred Appel / Dirk Sager
Nach der Siegerehrung zeigte sich wieder einmal, dass es für die Beteiligten beim Baden der Meister auch feucht werden kann. Experten wie Kurt Helbling leeren vorher alle Taschen und treten mit entsprechender Bekleidung an. Ingo musste dagegen Lehrgeld bezahlen. Nachdem er Ralph, zusammen mit Hanspeter ins Wasser warf, musste er anschliessend selbst baden gehen. Leider mit voller Ausrüstung, so dass sein Geldbeutel und Handy ebenfalls nass wurden.
An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten der SG Scharmützelsee für die sehr gut gelungene Durchführung dieser Meisterschaft herzlich danken. Die Organisation auf dem Land wie auf dem Wasser war ausgezeichnet. Trotz der schwierigen Windverhältnisse machte die Wettfahrtleitung einen guten Job. Alle Personen mit denen ich Kontakt hatte, waren sehr freundlich und hilfsbereit. Ich werde mich gerne an diesen Anlass erinnern. Karl
Iten |