Schweizerische DYAS - Klassenvereinigung


Casino Cup beim Yacht-Club Bad Wiessee am Tegernsee

31. Mai – 1. Juni 2008

Da die SUI 273 schon seit dem letzten Wochenende am Tegernsee lag, wählten wir am Freitag die landschaftlich schöne Strecke über das Allgäu für die Anreise. Südlich des Starnbergersees erwischte uns zwar ein Gewitter mit starkem Regen und kleinen Hagelkörnern, die aber keinen Schaden am Auto anrichteten. Nach dem Aufmasten am späteren Nachmittag mussten Hanspeter und ich für das Einkranen noch warten, weil Gewittereinflüsse den Wind auf gut 6 Bft. auffrischen liess. Ein gutes Nachtessen im Club schloss den Abend für uns vier Schweizer ab.

Da der bedeckte Himmel am Samstagvormittag und der bereits starke Wind einige Finn-Segler an den Sturm vom Vortag erinnerten, verzichtete die Klasse auf den ersten Start. Die Diskussionen dazu verzögerten den Startzeitpunkt jedoch so, dass der Wind im Verlaufe der Wettfahrt einschlief und der Wettfahrtleiter die DYAS wieder in den Hafen schickte. Leider liess dann das Wetter keine weiteren Wettfahrten zu. Somit war klar, wir mussten am Sonntag früh aufstehen und den "Hahnenschrei" wieder auferstehen lassen. Zuerst hiess es Start um 07:00, dann wurde es auf Auslaufbereitschaft geändert.

Am Sonntagmorgen, etwa um halb Sieben, war schon reges Leben auf dem Platz. Überall wurden die Boote bereit gemacht, der auffrischende Wind beurteilt und das Startschiff beim Setzen der Bojen beobachtet. Leider verzögerte sich dann das Ganze und wir mussten noch warten. Der Start gelang gut und wir erreichten die Luvtonne als Dritte und die folgende Leetonne als Zweite. Dann entbrannte sich ein spannender Kampf zwischen GER 1439 (Flach / Flach jun.) und uns (SUI 273). Am Ende der zweiten Kreuz konnten wir dann die Spitze übernehmen und den Vorsprung ausbauen. Zu Beginn der dritten Kreuz, der Wind hatte inzwischen spürbar nachgelassen, warteten wir auf die Kursabkürzung. Leider vergebens. Das Startschiff verliess den bisherigen Standort und verschob sich an die Luvtonne. Für uns schwer zu verstehen. Wir ahnten, dass damit die Wettfahrt in die "Hosen" gehen könnte. Es kam dann auch so, der Wind flaute ab und das Feld wurde neu durcheinander gemischt. Wir standen in der Mitte und durften zusehen, wie die anderen links und rechts an uns vorbei fuhren. Gleichzeitig blieb das Feld der Finns an der Leetonne stehen. Als dann die ersten Spinnaker gehisst wurden, blieb der Wettfahrtleitung nur noch der Abbruch der Wettfahrt.

Das frühe Aufkommen der Thermik rettete dann noch den Tag. Schon um 10:35 konnten wir den nächsten Versuch starten. Diesmal klappte es und die "Flach's" mit GER 1439 gewannen den Lauf vor SUI 273 und GER 1429. Leider wurde dann Heinrich Wegge unverschuldet in eine Kollision verwickelt. Dabei wurde der Mast seiner GER 1245 in der Mitte gebrochen.

Noch vor dem Mittag ging's erneut los und diesmal wechselte die Spitze beim Einlauf: SUI 273 vor GER 1439 und GER 1387.

Kurz nach ein Uhr starteten wir zur letzten und diesmal abgekürzten Wettfahrt. Unmittelbar nach dem Start machten wir einige falsche Schläge und schon landeten wir in der hinteren Hälfte. Sukzessive konnten wir einige Plätze gut machen, jedoch unseren "Hauptgegner" die punktgleichen "Flach's" nie gefährden. Gewonnen wurde der Lauf von GER 1357 vor GER 1387 und GER 1439.

Trotz drei Regatten am Sonntag konnten wir schon ab 14 Uhr mit dem Auswassern beginnen. Dank der Mithilfe von Mitgliedern des YCBW verlief die Angelegenheit reibungslos.

Mit der anschliessenden Preisverteilung wurde der Casino Cup 2008 abgeschlossen. Die Schlusswertung sah als verdiente Gewinner GER 1439 Vater und Sohn Flach, gefolgt von SUI 273 Zinsli / Iten und GER 1387 Theobald / Maier. Da Peter Flach den Casino Cup zum dritten Mal gewann, ging der Riesenpokal in seinen Besitz über. Nach Siegerfotos und Umtrunk aus dem Pokal machten wir uns über den Achenpass und Arlberg auf den Heimweg.

Fazit:
Leider verlief der Hahnenschrei nicht so wie gewünscht. Trotzdem wird mir der Anlass in guter Erinnerung bleiben. Ich möchte an dieser Stelle allen Helfern des Clubs und des Restaurants für ihre Unterstützung herzlich danken. Nur mit solchen Leuten können Regatten überhaupt noch durchgeführt werden.

Karl Iten, SUI 273