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Schweizerische DYAS - Klassenvereinigung |
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| Schwarzwaldregatta, 8. - 9.
September 2007 auf dem Schluchsee
Irrfahrten auf dem Schluchsee September – Segelsaison neigt sich dem Ende zu – ist Schluchsee-Zeit. Jedes Mal bei der Abfahrt beschleicht mich ein leicht unmotiviertes Gefühl. Obwohl es seit Jahren klar ist, dass der Schluchsee gemacht wird, stellt sich bei der Abfahrt die Frage: lohnt es sich, welche Winde und Temperaturen erwarten uns? Nun gut die Wetterprognosen waren nicht allzu schlecht und eine gute Unterkunft war auch schon reserviert. Für unsere Verhältnisse waren wir ziemlich früh am Kranen, verpassten aber die Steuermannsbesprechung trotzdem, was sich noch rächen wird! Im Seglerhof allgemeiner Stress, wie man ihn kennt wenn’s aufs Wasser geht, traditionsgemäss müssen wir aber noch etwas für den Magen haben. Diesmal war es ein Wurstsalat mit Bratkartoffeln (ist das eine Spezialität aus dem Schwarzwald?). Dann ab zum Steg, es bezahlt sich aus, dass die sfazella direkt am Steg lag und so die Zeit für die Fähre zu den Aussenstegen ersparte. Gross und Fock hoch und ab die Post. Schon zu Beginn kämpften nicht nur wir mit oder gegen den Wind, sondern auch zwei Windsysteme auf dem Schluchsee. Mal von hinten, mal von vorne, dann rauschen Spi gegen Spi, es ist eben Schluchsee-Zeit. Die Regattaleitung ist fleissig und hat schon bald die Startlinie nahe dem Westufer aufgebaut. Ich bewundere ihren Optimismus, sie rechnen scheinbar mit konstanten Windverhältnissen. Der Kurs wird quer zur Längsrichtung zum See ausgelegt, was sehr kurze Bahnschenkel ergibt. Die erste Irrfahrt fand kurz vor dem Start statt. Erstmals erlebe ich in meiner Karriere, dass sämtliche Boote ohne Geschrei, so weit ich das aus meinem Cockpit beurteilten kann, auf Steuerbordbug starten, weil vermutlich jeder einsieht, dass ein Backbordstart fast einem Aufschiesser gleich kommt. Wir starten mit Zinsli, leicht im Lee hat er eine Lücke gefunden, und Eisele an der Tonne. Bei der Luvtonne rundet Zinsli kurz vor SUI271. Ich entscheide mich für die Seemitte, viele andere fürs Ufer. Ufer war richtig. Viele andere überholten uns. Schluchsee eben! Beim Spikurs waren wir auch grosszügig, der Spibaum bockte ein wenig und so liessen wir einige Dyas passieren. Viele unglaubliche Winddreher bringen uns schliesslich auf dem 5. Platz auch noch ins Ziel. Regula musste sich meinen ganzen Unmut über die Windverhältnisse am Schluchsee anhören. Die Regattaleitung zeigt Ansätze, die Startlinie beim nächsten Start nun doch quer zur Windrichtung auszulegen. Also Seeabwärts und auf die andere Seite. Der Wind ist nun konstanter, die Linie stimmt gut und der Start klappt. Links raus bis fast zum Anleger an die Luvtonne erweist sich als zweitschnellste Variante. Hinter Eisele und vor Zinsli geht es zur nächsten Tonne. Dann entscheiden sich Eiseles nochmals zur ersten Tonne zurückzusegeln was Regula mir unter massiven Drohungen verbietet. Angesicht der möglichen Konsequenzen meiner Vorschoterin, ziehe ich es vor den vermeintlichen falschen Kurs zu segeln. Nun an der Spitze liegend kreuzten wir zur zweiten Luvtonne und vor Spi zur Leetonne. Wir hatten vor dem Start noch über die Merkwürdige weiss/blaue Flagge auf dem Startschiff diskutiert und wurden uns über die Bedeutung nicht einig. Wird schon nicht so wichtig sein und wer dachte schon an einen abgekürzten Lauf bei diesen für den Schluchsee sehr stabilen Windverhältnissen. Nun gut, wir sind eben bei der Leetonne, Spi rein und nochmals hoch. Aber wir waren die einzigen die hochsegelten. Zinsli und Eisele waren uns entwischt und wir konnten dann mit raumen Spikurs noch den dritten Platz retten. Der dritte Lauf verläuft ähnlich aber diesmal ohne Irrfahrt unsererseits, und so ersegeln wir den ersten Platz. Zurück ans Land, glücklich über die gute Platzierung, ein wenig frustriert über unsere Irrfahrt ging’s zur Unterkunft und danach zum gemeinsamen Nachtessen. Essen hervorragend, Musik ausgezeichnet (haben leider scheinbar den besten Teil verpasst!?). 10:30 Auslaufbereitschaft, endlich wieder ein Mal ausschlafen ging’s pünktlich an die Startlinie. Wind ist ähnlich wie gestern, Startlinie auch. Nach einem Fehlstart entschieden wir uns wieder für links bis zum Anlieger. Es bezahlt sich aus und wir sind wieder vorne. Zinsli und wir bieten ein spannendes Rennen bis Hanspeter sich für eine andere Tonne entscheidet. Diesmal lagen wir richtig und bringen den Laufsieg sicher nach Hause. Diese Regatta war für den Schluchsee, abgesehen von der ersten Wettfahrt, tolle Werbung für dieses Segelrevier. Bitte das nächste Mal die Wegweiser auf dem Wasser klarer ausschildern. Danke!
Peter Brandt SUI271
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