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Schweizerische DYAS - Klassenvereinigung |
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Internationale Deutsche Meisterschaft 2007 beim DTYC in Tutzing Zur diesjährigen IDM am Starnbergersee fuhr ich mit einem guten Gefühl. Erstens konnte mich meine Frau endlich wieder begleiten. Ihr Beinbruch ist so weit verheilt, dass sie sich mit Hilfe von Stöcken wieder zu Fuss bewegen kann. Zweitens hatten mein Skipper und ich vor 10 Jahren an gleicher Stelle unsere erste Urkunde des DSV an einer Meisterschaft erhalten. Samstag, 18. August Kurz nach dem Mittag erreichten wir mit unserem Gespann das Clubgelände des DTYC. Sofort wurde mir von einem sehr freundlichen älteren Herrn beim Kran ein Platz zum Abstellen der SUI 273 zugewiesen. Erst nachdem er sich vorstellte bemerkte ich zu meiner Schande, dass es sich um einen gut Bekannten von früher, nämlich Franz Lergenmüller, den langjährigen Vorschoter von Walter Müller-Stoy handelte. Seit ich ihn das letzte Mal beim Segeln traf, hatte er sich sehr zu seinem Vorteil verändert. Während des Mittagessens im Club konnten wir die Wettfahrt des Ammerlander Dyas – Pokals verfolgen. Besonders freuten wir uns an der guten Leistung von Bänninger / Helbling, unseren Schweizer Kollegen. Im Verlaufe des Nachmittags bezogen wir unsere kleine Wohnung auf einem Bauernhof. Ein gemeinsames Essen mit Erna und Hanspeter in Tutzing schloss den Tag ab. Sonntag, 19. August Kurz vor Mittag begannen Hanspeter und ich mit der Vermessung unserer Ausrüstung. Zuerst mussten wir den Mast in eine Halle schleppen, wo penibel die verschiedenen Messmarken kontrolliert wurden. Das weitere Prozedere lief dann problemlos ab, so dass wir noch vor dem Eintreffen der Teilnehmer vom Ammerlander für den kommenden Anlass bereit waren. Um 1900 Uhr wurde die Meisterschaft vom 1. Vorsitzenden des Bayerischen Seglerverbandes, Joerg von Hoermann eröffnet. Dazu wurden von Valdo gesponserter Prosecco und hervorragende, gefüllte Pfannkuchen serviert, was Teilnehmer und Organisatoren der Meisterschaft erfreute. Nachher konnten wir noch unseren Erinnerungspreis, ein praktisches Gilet, abholen. Montag, 20. August Die Windprognose, die uns der Wettfahrtleiter Friedrich Hauger, anlässlich der Steuermannsbesprechung eröffnete, versprach wenig Hoffnung für den kommenden Nachmittag. Nach langem vergeblichen warten auf Wind, musste er dann um 1630 Uhr die Bereitschaft aufheben. Der Höhepunkt des Tages war die Vernissage von Eva Carola Kellner. Während der Laudatio von Frau Ott, einer Schweizerin, vernahmen wir interessante Hinweise über die verschiedenen Maltechniken der erfolgreichen Künstlerin. Besonders freuten wir uns Segler, dass das Originalbild der diesjährigen Titelseite des Jahrbuches ausgestellt wurde. Die heftigen Regenschauer veranlassten die Organisatoren, dass die Wohnwagenburg auf das Clubgelände verlegt werden konnte. Dass diese Massnahme nötig war, bemerkte ich beim Marsch zum geparkten Auto in der Dunkelheit. Wie ein Storch stelzte ich durch die vom Platzregen verursachten knöcheltiefen Pfützen. Dienstag, 21. August Der Tag begann wieder mit langem Warten. Erst im Verlaufe des Nachmittags war der Wind so konstant, dass gesegelt werden konnte. Nach einem Fehlstart klappte dann der zweite Versuch um 1710 Uhr. Hanspeter und ich erwischten die richtige Seite und erreichten die erste Luvtonne in den ersten zehn Booten. Sukzessive konnten wir uns nach vorne segeln und erreichten das Ziel als Zweite. Einige Favoriten, darunter auch unsere Kollegen Bänninger / Helbling wählten die falsche Seite und wurden dadurch nach hinten durch gereicht. Da während der Wettfahrt die Vorwarnung eingeschaltet wurde kürzte der Wettfahrtleiter den Kurs ab. Nach der Wettfahrt kam Unruhe auf, weil ein Protest gegen diejenigen drohte, welche nach dem Einschalten der Sturmwarnung die Schwimmwesten nicht trugen. Da aber keine genaue Kontrolle möglich war, wurde der Protest nicht eingereicht. Ergebnis 1.Wettfahrt:
Mit Spannung wurde am Abend der Auftritt der Künstler der "Kleinsten Bühne der Welt" erwartet. Unsere grossen, von Lothar Schmidt geschürten Erwartungen wurden von Hedwig Rost und Jörg Baesecke mehr als erfüllt. Während einer guten Stunde wurden wir aufs Beste unterhalten. Ein grosses Kompliment für die beiden Künstler, aber auch für diejenigen vom DTYC, die uns diesen Kunstgenuss ermöglichten. Mittwoch, 22. August Kurz nach dem Mittag wurde zur 2. Wettfahrt gestartet. Die Windverhältnisse waren sehr schwierig und schwach (ca. Bf 2). Während den Wettfahrten 3 und 4 war der Wind etwas stärker (bis Bf 3), aber immer noch unregelmässig. Ein falscher Schlag und schon war das Ende des Teilnehmerfeldes näher als die Spitze. An der ersten Luvtonne gab es jeweils ein richtiges Gedränge und das dazu gehörende Geschrei. Die sich in der Nähe befindende Jury liess dabei ab und zu eine Trillerpfeife ertönen. Dies verhiess nichts Gutes. Sie meldete damit ein Regelverstoss an, der vom Übeltäter mit 2 Kringeln gebüsst werden musste. Leider rief die Jury nicht die Segelnummer den Fehlbaren zu, so dass jeder selbst überlegen musste, ob sein Verhalten das Pfeifen verursachte. Auf jeden Fall waren die Organisatoren wie die Segler zufrieden, dass am Abend vier Wettfahrten im Kasten waren und somit der neue Meister gekürt werden konnte. Uns Schweizern lief es heute Nachmittag unterschiedlich. Während Hanspeter und Kurt (SUI 28), bedingt durch die schlechte 4. Wettfahrt, 30 Punkte kassierten, durften sich die "Ziniten" sich mit 19 zufrieden geben. Nach dem Einlaufen sah man regen Verkehr in den Regattaturm. Die Fehlbahren mussten ihre Kringel in einer Liste eintragen. Nur damit waren sie entlastet. Am Abend fand die Mitgliederversammlung der Deutschen KV statt. Wir 4 von der SUI 273 kehrten nach dem Nachtessen im Tutzingerhof recht früh heim. Ergebnis nach 4 Wettfahrten:
Donnerstag, 23. August Leider keine gültigen Wettfahrten. Nur 2 Startversuche und 2 abgebrochene Wettfahrten. Am Abend trafen wir uns zum Festabend im Club. Während dem Essen verteilten die Künstler der "Kleinsten Bühne der Welt" Vorschläge für die zu spielenden Stücke. Kurz darauf sammelte die hübsche und pfiffige Tochter der Beiden unsere Vorschläge ein. Wie schon am Dienstag amüsierten wir uns köstlich. Es war ein einmaliges Erlebnis, Theater mit einem Minimum an Requisiten direkt am Tisch zu erleben. Freitag, 24. August Heute wurde die Auslaufbereitschaft schon für 0900 Uhr festgelegt. Doch wie am Mittwoch liess der Start bis 1335 Uhr auf sich warten. Die geplanten beiden Wettfahrten liessen das gewünschte Streichresultat zu und entschieden über die endgültigen Platzierungen. Die bisher führende Crew Schäfer / Höll liess sich ihre beiden schlechtesten Ergebnisse schreiben. Dafür brillierten die "jungen Wilden" vom DTYC. Die Maximilians Weiß und Mäge legten einen tollen Endspurt hin. Mit einem ersten und dritten Platz gewannen sie souverän die diesjährige Meisterschaft. Auch wir Schweizer konnten uns um je einen Platz nach vorne schieben. Uns (Zinsli / Iten) reichte es sogar auf das Podest. Gesamtergebnis nach 6 Wettfahrten:
Ein reibungsloses Auswassern und eine gediegene Preisverteilung schloss die IDM 2007 würdig ab. Trotz der schwierigen Wetterverhältnisse gelang es dem Wettfahrtleiter sechs Wettfahrten durchzuführen. Auch unterliess er es, uns stundenlang auf dem Wasser auf Wind zu warten. Dafür möchte ich ihm herzlich danken. Beeindruckt haben mich auch die hilfsbereiten Clubmitglieder in der Organisation. Über die ganze Zeit lief der Anlass ruhig und gut organisiert ab. Ein Punkt, der nicht alle zufrieden stellte, war die Rechnung der Kantine. Leider wurden die von uns einzeln ausgefüllten Zettel nicht der Gesamtabrechnung beigeheftet. Dies führte dann bei einigen zu Diskussionen, was auch verständlich war. Nach einer Woche wussten nicht mehr alle, wer wann und was konsumiert hatte. Zum Schluss möchte ich festhalten, dass dieser Anlass, bedingt durch die vielen motivierten Helfer und auch durch die optimale Infrastruktur des DTYC für mich in sehr guter Erinnerung bleiben wird. Karl Iten, SUI 273 |
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